© Bernhard Bergmann| www.bernhardbergmann.com

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Der Steinwerker

Heinz Dissauer ist seit jeher fasziniert von natürlichen Materialien. In seinem Lehrberuf als Tischler hat er diese bereits über Jahre hinweg professionell in Form gebracht.  Sein Antrieb ist es, den einzigartigen Charakter aus jedem Objekt herauszuarbeiten und ihm dadurch gleichzeitig eine  neue Bedeutung zu verleihen. 

Er hatte eigentlich andere Pläne – bis er das erste Mal versuchte, einen schönen Basaltstein anzubohren, um einen Getränkehalter zu produzieren. Die Kreativität nahm ihren Lauf und aus den ersten Bohrversuchen entstand eine höchst innovative Weinbar, die ihn selbst nicht mehr los lies. Das war der Beginn einer Leidenschaft, die sich durch Einzigartigkeit und innovatives Design auszeichnet. Der geformte Stein und seine außergewöhnlichen Verbindungen eröffneten Heinz Dissauer völlig neue Möglichkeiten. Vom dekorativen Element bis zum zentralen Wohnobjekt – die Kunstwerke von STEIN:WERK bringen ursprünglichen und natürlichen Charme in jeden Lebensraum. Schließlich gehört Stein zu den ältesten und eindrucksvollsten Rohstoffen, die unsere Erde hervor bringt – unabhängig, archaisch und über Jahrtausende gewachsen. Die Idee, der Natur ihren Raum zu geben und sie auf unkonventionelle, außergewöhnliche Weise in unseren Lebensbereich zu integrieren entstand 2012. Das war die Geburtsstunde von STEIN:WERK. Heinz Dissauer schafft seither im oststeirischen Pinggau in seinen Werken neue Perspektiven auf das ursprüngliche Material. 100 % Naturstein aus Österreich in edlem Design und in vollkommener Verbindung mit Holz, Glas oder Edelstahl. „Die Natur formt nur Einzelstücke“, sagt er. Genau wie STEIN:WERK. Deshalb ist jedes Objekt ein Unikat. Der Steinwerker erkennt über die einmalige Beschaffenheit eines jeden Natursteins seine künftige Bestimmung. In Handarbeit mit viel Liebe und Leidenschaft entsteht schließlich ein STEIN:WERK-Original. Durch ihre einmalige Formgebung und die beeindruckenden Kombinationen mutieren die Steinwerke zum Aufsehen erregendem Blickfang in Raum und Garten. Dabei lässt sich der Künstler von Räumen, Umgebungen und Menschen inspirieren. Den Charakter erhält der Stein von der Erde, Wind und Wetter formen ihn. Heinz Dissauer spürt die Natur im Stein, tritt in einen Dialog mit ihm und schenkt ihm sein neues Antlitz. STEIN:WERK kreiert zudem aufregende Fusionen aus Stein, Holz, Glas und Edelstahl, die den ursprünglichen Charme der Materialien unterstreichen. In Kombination mit den Elementen Feuer, Wasser und Luft entstehen Kunstwerke für die Ewigkeit, die Auge und Herz gleichermaßen begeistern. 

Wie alles begann

Die Faszination für die Bearbeitung von Holz und Stein kam, als er nach zwölf Jahren Selbstständigkeit als Tischler die Wirtschaft der Eltern übernahm, erzählt Heinz Dissauer. „Zu diesem Zeitpunkt plante ich, eine eigene Tischlerei aufzumachen, hatte auch die Maschinen schon gekauft und wollte mir so mein eigenes Unternehmen aufbauen.“ Aber dann kam doch alles anders. „Mein Bruder hat sich damals ebenfalls selbstständig gemacht im Bereich Diamant-Bohrung und Diamant-Schneiden. Als er das erste Mal einen Basaltstein nach Hause mitgenommen hatte, kam mir die Idee, den Stein als Ablage und Aufbewahrungsplatz für Getränke zu nutzen. Er hat das ursprünglich nicht so richtig ernst genommen, da so eine Bohrung in einen Naturstein sehr schwer zu machen ist. Nach vielen Versuchen und einigem zerstörtem Material hat es dann doch einmal geklappt und ich habe zum ersten Mal den Weinstein gemeinsam mit einem Eschenstamm als Bar gebaut. Als ich dann das fertige Produkt betrachtet habe war der erst Gedanke, dass ich ab jetzt nur mehr Steine bearbeiten möchte.“ Gesagt und umgesetzt: Er verkaufte die Tischlereimaschinen wieder und begann, Steine zu bearbeiten und zu durchlöchern.

Stein und Holz sind Heinz Dissauer‘s Elemente – © Bernhard Bergmann| www.bernhardbergmann.com
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Die Vision

Anfangs brauchte Heinz Dissauer Durchhaltevermögen und mentale Stärke. „Die ersten beiden Jahre habe ich gar nichts verkauft. Es war der Horror. Zu dieser Zeit habe ich viele Brunnensteine gebohrt und bin dann auf Messen gefahren, um meine Produkte zu präsentieren,“ sagt er. Auch sein Umfeld ließ Heinz Dissauer damals nicht viel Unterstützung spüren. „Außer meiner Partnerin hat es zu Beginn nicht viele Menschen gegeben, die hinter mir gestanden sind. Es kamen von verschiedenen Leuten immer wieder Aussagen wie ‚hättest du mit deiner Tischlerei weitergemacht‘ oder ‚es wäre besser gewesen du hättest es bleiben lassen‘.“ Es hätte nicht viele gegeben, die seiner Meinung gewesen waren. „Aber genau so etwas brauche ich und mittlerweile sind meine größten Kritiker meine Kunden geworden.“ Langsam aber sicher wurden die Leute dann aufmerksam auf ihn und es kam ins Laufen. „Ich wollte meine Vision verwirklichen, den Stein und die Natur mehr in unseren Wohnraum zu integrieren. Es ist etwas Neues und momentan bin ich eigentlich konkurrenzlos mit meiner Arbeit.“ Es ist die Bearbeitung der beiden Materialien, die den besonderen Reiz für den Steinwerker ausmacht. „Mich begeistert einfach das Arbeiten mit natürlichen Materialien. Ich stelle mir immer wieder neue Aufgaben und Herausforderungen, die noch keiner verwirklicht hat. Ich könnte niemals 100 gleiche Sachen machen. Meine Werke sind alles Unikate. Es ist immer wieder etwas anderes und gerade das macht es sehr spannend.“

Die ersten Jahre waren sehr hart – © Bernhard Bergmann| www.bernhardbergmann.com
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Die Inspiration

Die Kunstwerke entstehen zum Teil aus einem inneren Bild heraus, das er schon fertig vor Augen habe oder auch  während des Prozesses selbst. „Am Anfang ist es während des Prozesses entstanden. Mittlerweile habe ich um die 400 Tonnen Steine bei mir zu Hause liegen. Da gehe ich dann teilweise wochenlang vorbei und plötzlich sehe ich was ich damit machen werde.“ Mittlerweile habe er hauptsächlich Auftragsarbeiten., wo der Kunde seine Wünsche formuliert und er versuche, zwischen den Materialen eine Einheit zu formen. Heinz Dissauers größtes Projekt bisher war eine fünf Tonnen Steinbar mit ausfahrbarem Steinladen. Für die Therme Loipersdorf schuf er einen ganz besonderen Brunnenstein und es gibt Anfragen aus der Mongolei sowie Aufträge nach Moskau, Schweiz und Belgien. „Alle diese Projekte machen mich schon ein wenig stolz und es freut mich, dass die Kunden auf meine Werke so positiv reagieren.“ Jetzt plant er bereits eine Erweiterung des Unternehmens: Im nächsten Jahr ist die Eröffnung eines zweiten Standortes in Salzburg geplant. „Ich möchte versuchen, die Gastronomie als Kunden zu gewinnen. Gerade in der gehobenen 4- und 5-Sterne-Gastronomie gibt es viel Potenzial für Entwicklung.“

Mittlerweile produziert er fast ausschließlich Auftragsarbeiten – © Bernhard Bergmann| www.bernhardbergmann.com
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Autor: von Andreas Prammer